CDU informiert zur Osttangente
Guter Auftrakt der 1. Bürgerinformationsveranstaltung der CDU Rhede
uter Auftakt bei der 1.Bürgerinformationsveranstaltung der CDU Rhede
„Die Straße ist für die Entwicklung der Stadt Rhede absolut notwendig,“ fasste Hans-Josef Lohkamp, Stadtverbandsvorsitzender der CDU, am Ende seines Vortrags zusammen und traf damit den Nerv der rund 50 anwesenden Bürgerinnen und Bürger.
Der Ortsverband der CDU hatte am Donnerstag im Hotel Hungerkamp zur ersten von drei offenen Bürgerversammlungen zum Thema „Bürgerentscheid über die östliche Entlastungsstraße“ geladen. Der Einladung waren sowohl Befürworter der Straße als auch noch Unentschlossene gefolgt, die die Gelegenheit nutzten, um sich für die Entscheidung hilfreiche Informationen zu holen.
Für die faktische Grundlage der Diskussion zeichneten sich Hans-Josef Lohkamp und Bernd Lechtenberg, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU, mit einer ca. viertelstündigen Power-Point- Präsentation verantwortlich.
Der Stadtverbandsvorsitzende warb für den Bürgerentscheid als Möglichkeit eine endgültige Entscheidung und eine Befriedung nach einer jahrzehntelangen Debatte über die Entlastungsstraße zu erreichen. Er verwies darauf, dass es die CDU war, die von Beginn an auf eine Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger gesetzt habe und ihr Versprechen somit gehalten habe.
Danach ging er im Wechsel mit Bernd Lechtenberg darauf ein, warum die CDU ein Ja zum Bau der Straße empfiehlt. Beide stellten ihre Argumente unter das Motto „Unser Schutzgut ist der Mensch“ und hoben vor allem die Verkehrspolitik und die Entwicklung der Stadt Rhede als Argumente heraus und stützten ihre Aussagen auf die Fakten der Umweltverträglichkeitsprüfung.
Die Straße sei aus verkehrspolitischer Sicht sinnvoll, da sie die Innenstadt um bis zu 6.350 Kraftfahrzeuge pro Tag entlasten werde. Für die einzelnen Straßen bedeutet das eine Entlastung um 30-70 %. „Eine solche Entlastung ist substanziell und spürbar, auch wenn die Gegner der Straße Anderes behaupten,“ betonte Lechtenberg. Dabei gehe es der CDU um eine „gerechtere Verteilung des zukünftigen Verkehrs in Rhede.“
Für die Stadtentwicklung bedeute die Entlastungsstraße eine Attraktivitätssteigerung der Innenstadt, sagte Lohkamp: „Wir haben die Gudulakirche im Zentrum des Stadtkerns und wollen dort mit dem Bach-Projekt die Attraktivität der Innenstadt steigern. Für die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt brauchen wir die Entlastungsstraße.“
Daneben gehe es um die Entwicklung der Stadt in den nächsten 20 Jahren. Diese werde vornehmlich im Osten von Rhede stattfinden und dafür müsse man mit dem Ausbau der Infrastruktur die Voraussetzungen schaffen. Dabei gehe es um die Erschließung von Gewerbegebieten, der Ansiedlung neuer Firmen in Rhede, die Arbeitsplätze und Steuergelder für die Stadt bedeuten, den Zuzug für junge Familien ermöglichen und damit die Demographie der Rheder Bevölkerung positiv beeinflussen. Die Stadtentwicklung sei aus all diesen Gründen eine ganz wichtige Aufgabe für eine Stadt und daher sei die Entscheidung am 17.Juli auch für alle Bürgerinnen und Bürger in Rhede so wichtig und nicht nur für die Anwohner und die verkehrspolitisch betroffenen Menschen.
In der anschließenden Diskussion ernteten Lohkamp und Lechtenberg für ihre Ausführungen sehr viel Zuspruch, wobei viele Wortmeldungen der Sorge galten, dass die Fakten und viele Argumente für die Straße aufgrund der Emotionalisierung der Debatte in Rhede nicht durchdringen würden. Kosten und Breite der Straße (realistisch sind max. 10 Meter) würden bewusst falsch dargestellt um Ängste zu schüren. Es gehe schließlich nicht um eine Autobahn, die dort gebaut werde. Die Gegner der Straße vermittelten den Eindruck, dass der Wald durch den Bau der Straße unwiederbringlich zerstört würde. Dies sei aber mitnichten der Fall, empörte sich vor allem Ratsherr Ulrich Brake: „Die Natur, in die der Eingriff erfolgt, macht maximal 2 Prozent der Gesamtfläche des Waldes aus und wird doppelt wieder aufgeforstet. Diese Aufforstung ist gesetzlich vorgeschrieben. Es gibt hier nicht die Guten, die den Wald beschützen, und dort die Bösen, die ihn zerstören!“ |